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„Und ich hab mich anfangs gefragt, was soll ich denn den ganzen Tag machen….???“

Ein Erfahrungsbericht aus der Wilma Rudolph Oberschule in Dahlem über die sozialpädagogische Arbeit während des „Lockdown“s.

Als im März erstmal die Lichter in den Schulen ausgehen fragen sich unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen, was jetzt wohl auf uns zukommen mag.

Über 1000 Schüler*innen gehen an die Wilma Rudolph Oberschule. Sieben pädagogische Fachkräfte vom Mittelhof kümmern sich um sie im Ganztag. In der Mischkooperation arbeiten die Fachkräfte des Trägers mit einer Sozialpädagogin vom Senat zusammen. „Von 8 bis 16 Uhr sind wir für unsere Jugendlichen da“, so Sebastian Krzyzanowski, Leiter des Ganztagsteams vom Mittelhof e.V. . Über die Jahre hinweg haben die Pädagog*innen enge Bindungen zu den Schülerinnen aufgebaut. Sie haben zugehört, gemeinsam Lösungen für Probleme gefunden, ganz genau hingesehen und in Erfahrung gebracht, was die jungen Menschen brauchen, damit es ihnen im Schulalltag gut geht. Pädagogische Gruppenangebote vom Sozialen Lernen über verbindliche Arbeitsgemeinschaften und Freizeitangebote runden das Profil ab. In den Jahrgängen 7-10, also der Sekundarstufe 1, gibt es im Ganztagsteam feste Bezugspersonen aus dem Ganztagsteam. Für die Arbeit im Team ganz zentral: Der enge Austausch mit dem Lehrer*innenkollegium. „Es ist sehr bereichernd, dass wir uns in allen Fragen zu unseren Schüler*innen mit den Sozialpädagog*innen absprechen und deren Einschätzung unsere Perspektive auf die Schüler*innen erweitert, sagt Lehrerin und Jahrgangsstufenleiterin Maike Könemann. Die Arbeit an der Schule ist vielfältig und die Pädagoginnen haben während der Arbeitszeit wenig Zeit, durchzuatmen.

Als am 16. März die Schule schließt, macht sich eine ganz große Stille breit. Dabei kommt der „Lockdown“ wenig überraschend. In den Teams der Pädagog*innen, in den Gremien mit dem Lehrer*innenkollgegium wurde über das Szenario „Lockdown“ gesprochen und was getan werden kann. Dennoch macht sich im Team erst mal Unbehagen breit: „Ich hab mich anfangs gefragt, was soll ich denn den ganzen Tag machen wie kann ich aus der Entfernung sozialpädagogisch arbeiten“ bringt es Claudia Fuhrmann aus dem Ganztagsteam auf den Punkt. Diese Sorge stellt sich schnell als unbegründet heraus. Unsere Einrichtungsleitung hat schnell dafür gesorgt, dass wir eine Struktur in den Alltag zu bekommen, so die Pädagogin weiter. „Wir sind zwar Pädagog*innen und keine IT-ler*innen, haben es aber dennoch geschafft, uns über unsere gemeinsame OnlinePlattform verbindlich jeden Tag von zu Hause aus zum Chat zu treffen. Dort haben wir uns darüber ausgetauscht, wer von uns mit welchen Jugendlichen Kontakt aufnehmen kann, so Erzieher Ralf Müller. Wir haben uns anfangs gar nicht groß überlegt, ob das alles datenschutzrechtlich in Ordnung geht. Wir kennen ja unsere Schüler*innen, wissen, was gerade in deren Leben los ist, und haben dann versucht Kontakt aufzunehmen. Mit einigen meiner Jugendlichen habe ich fast täglich telefoniert, mich mit Ihnen zum Spazieren gehen getroffen, so Claudia Fuhrmann.

Diese Methode des „walk and talk“ hat sich gut bewährt. So konnte man die Hygieneregeln einhalten und gleichzeitig die Jugendlichen unterstützen und einfach in schwierigen Zeiten für sie da sein.

Manchmal sind wir aber an unsere Grenzen gestoßen. Da ist es uns nicht gelungen, in Kontakt mit einem Jugendlichen zu treten, weil Eltern das nicht zulassen. Das ist schwer auszuhalten, ohnmächtig zu sein denn ich weiß ja, wie wichtig es für die beiden gewesen wäre, als Halt in dieser Zeit für sie da zu sein“ so Fuhrmann. Geholfen hat, dass wir diese Fälle im Team über Videokonferenzen besprechen und reflektieren konnten und wir wurden da auch vom Träger gut unterstützt. 

Mir persönlich hat es sehr geholfen, dass es an der Schule viele Mitarbeiter*innen gibt, die ganz hartnäckig Kontakt zu mir gehalten haben und da ein bisschen Schwung in meinen Alltag zu Hause gebracht haben, berichtet Matheo Halsch, Bundesfreiwilliger im Ganztagsteam und vor 6 Monaten selbst noch Schüler, von seinen Erfahrungen. Er geht davon aus, dass 60 -80 % der Schüler*innen noch nicht so selbstständig sind, sich selbst den Alltag von zu Hause gut einzuplanen und ihr Hausaufgaben gut zu erfüllen. Das deckt sich mit den Beobachtungen von Maike Könemann. Vielen Jugendlichen fehlte eine Struktur. Sie selbst hat so gut es geht Kontakt mit den Schülerinnen gehalten und war froh um jede Unterstützung der pädagogischen Fachkräfte in der Zeit des „Lockdown“s. Dabei haben die Kolleg*innen aus dem Ganztag dabei unterstützt, dass die „Hausaufgaben“ gut erledigt werden. „Es geht dabei gar nicht darum, Nachhilfe zu geben oder den Stoff zu erklären“. Es reicht, so Könemann, dass da jemand da ist. Eine oder einer, der nachfragt; was den der Plan für die Erledigung der Aufgabe ist oder einfach mal von außen draufguckt und dann vielleicht bemerkt, dass bei der Lernplattform der Schule für die entsprechende Aufgabe auch eine Lösung mit dabei ist. Dadurch, dass zwischen Lehrer*innen und Sozialpädagog*innen eine gute Rückkopplung in der Zeit des „Lockdown“ besteht, konnten Betreuungsaufträge gut aufgeteilt werden. Immerhin gilt es, Kontakt zu über 750 Schüler*innen in der „Sek 1“ zu halten und da waren die Mitarbeiter des Ganztags eine ganz wertvolle Ressource, so die Lehrerin.

Was bleibt aus dieser Zeit ist die Erkenntnis, dass eine Betreuung auch in Zeiten einer Schulschließung nicht nur angebracht, sondern notwendig ist. Schüler*innen brauchen das Gefühl, dass sich die Schule um sie kümmert. Dazu braucht es Pädagog*innen, die ein aufrichtiges Interesse an der Entwicklung der Kinder haben.

Sorgen, dass es auch im Falle einer weiteren Schulschließung nichts zu tun sein wird brauchen sich unsere Pädagog*innen nicht machen. Eher, dass wie in den Wochen des „Lockdown“ mehr zu tun sein wird, als sie Arbeitszeit zur Verfügung steht.