Bundesfreiwilligendienst im Nachbarschaftshaus Lilienthal

Mein Name ist Emma und ich arbeite seit Dezember 2021 als Bundesfreiwillige im Team des Nachbarschaftshaus Lilienthal. Meine Arbeit hier ist sehr vielfältig und beinhaltet viele verschiedene Aufgabenbereiche.
Als erste Bundesfreiwillige nach dem Umbau des Nachbarschaftshauses und der damit einhergehenden Umstrukturierung vom Kinder- und Jugendclub zum Familien- und Stadtteilzentrum ist meine Arbeit anders als die meiner VorgängerInnen und viele Aufgaben haben sich erst mit der Zeit erschlossen. Da wir ein offenes Haus sind, hat man selten eine Routine im Arbeitsalltag, sondern wird spontan von den Belangen der Gäste und den aktuellen Ereignissen bestimmt.
So arbeite ich vormittags oft im Büro und helfe beispielsweise beim Verfassen von Teilnehmerlisten, Kopieren, Erstellen neuer Flyer, Basteln von Plakaten, Aktualisieren des Schaukastens, Vorbereitung von Festen und vielem mehr. Manchmal arbeite ich auch im Garten oder helfe mit kleineren Reparaturen und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten rund ums Haus und Gelände.
An anderen Tagen wiederum unterstütze ich bei Angeboten des Familienzentrums. Diese reichen von Pekip, über Bewegungsgruppen für Kleinkinder, Bastelnachmittagen, einer Vätergruppe, musikalischen Angeboten, bis hin zu Beratungs- und Sprachlernmöglichkeiten. Wöchentlich bin ich beispielsweise beim Mütterfrühstück und helfe, einzukaufen, Frühstück vorzubereiten, Babyspielzeug aufzubauen und komme den Müttern mit einem offenen Ohr entgegen.
Ein großer Teil meiner Arbeit ist außerdem die Beschäftigung im Café, welches nachmittags im Nachbarschaftshaus öffnet. Wir verkaufen Kaffee, Tee, Kuchen, Eis, kalte Getränke, sowie Snacks für Kinder. Außerdem haben wir viel Kinderspielzeug und im Innenbereich eine Spielecke. Besonders gerne besuchen die Familien der umliegenden Kitas und Senior:innen das Cafe, manchmal schauen auch andere Nachbar:innen vorbei. Gerade an warmen und sonnigen Tagen ist das Café belebt und es gibt viel zu tun.
Sehr gut an meinem Bundesfreiwilligendienst in der Nachbarschaftsarbeit gefällt mir, dass man in seiner Arbeit flexibel ist und auf aktuelle gesellschaftliche Ereignisse reagieren kann und muss. So hat unser Team zum Beispiel bei einer Impfaktion in der Thermometersiedlung unterstützt, und wir bieten seit März eine „Ukraine-Runde“ für Austausch unter Geflüchteten an. Darüber hinaus haben wir seit Anfang des Jahres einen öffentlich zugänglichen Kühlschrank, in dem Lebensmittel vor dem Wegwerfen gerettet werden.
Der Freiwilligendienst im NBH Lilienthal macht auch deshalb Spaß, weil man von den Kolleg:innen geschätzt und mit eingebunden wird. Stets werde ich nach meinen Ansichten und Ideen gefragt und mir wird Vertrauen entgegengebracht.
Den Bundesfreiwilligendienst kann ich deshalb nur weiterempfehlen. Sowohl zur beruflichen Orientierung als auch um zwischen Schule und Studium einfach mal praktisch und ohne Leistungsdruck zu arbeiten, bietet er eine gute Möglichkeit.
Trotz meiner positiven Erfahrungen werde ich den BFD zum 01.07. beenden. Nach dem Corona-Abi und den vielen Einschränkungen auch im privaten Bereich möchte ich die Zeit, die bis zum Studium noch bleibt, für die vielen Reisen und Erlebnisse nutzen, die in den letzten zwei Jahren zu kurz gekommen sind.

Das Team vom NBH Lilienthal bedankt sich bei Emma für die tolle Mitarbeit und wünscht ihr wunderbare Reisen und Erlebnisse!!!

Ja, und wenn Sie oder Du auf der Suche nach einem Platz im Bundefreiwilligendienst seit und beim Lesen Lust bekommen habt, das NBH Lilienthal und sein Team kennenzulernen, dann schreibt uns doch einfach eine kurze email an giese@mittelhof.org.

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